Meine historischen Erzählungen

< "Sturm über den Stämmen" >

Mein Buch "Sturm über den Stämmen" ist am 23.07.2018 im Verlag BoD erschienen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter www.BoD.de)

Die ISBN lautet: 978-3-7528-7710-6

Altersempfehlung: ab 16 Jahre


124 Seiten, Buchformat: 21 cm x 14,8 cm


Hier dazu der Klappentext:

"Irgendwo im Herzen Europas. Es ist das Jahr 376. Dies ist die Geschichte zweier Freundinnen, die durch die Wirren der Zeit, die wir heute fälschlicherweise als Völkerwanderung bezeichnen, an völlig neue Orte geraten. Auf der Flucht vor Hunger und Gewalt machen sie sich auf den Weg, der sie für immer trennen wird. Zwei starke Frauen, die, jede für sich, einen neuen, sicheren Platz im Leben suchen.

Getrieben durch die Angst vor den Reiterhorden aus Zentralasien, so wie zehntausende andere Menschen auch, versuchten sie zu überleben. Woher die Reiter kamen und aus welchem Grund sie nach Westen zogen, ist heute vollkommen unbekannt. Sie hinterließen keine Aufzeichnungen, nur die Sagen aus dieser Zeit und die Furcht vor allem Fremden blieben im Gedächtnis der Menschen zurück. Der Ruf „Die Hunnen kommen!“ wurde für viele hundert Jahre zum Schreckensruf in Europa."

Hier die Vorschau des Buchcovers:






Mein Buch "Sturm über den Stämmen" ist auch als E-Book erhältlich:
Das E-Book erscheint mit der ISBN 978-3-7528-7173-9 und wird zum Verkaufspreis von 2.49 EUR angeboten.


Leseprobe:

"... Nachdenklich sah sie auf das Korn zu ihren Füßen. Sie ließ die Ähren durch ihre Finger gleiten. Eigentlich sollte nun die Ernte erfolgen und sie sollte den Schmied heiraten, der aber nun schon ein paar Tage tot war. Tränen rannen ihr über die Wangen, als sie an das heimatliche Dorf und die Menschen darin zurück dachte. Noch vor ein paar Tagen war alles gut gewesen und nun?

Die Sonne drückte auf sie herunter und besonders die Kinder hatten darunter zu Leiden. Aber dennoch hielt Claudia die Ohren ständig weiter offen. Fast panisch sah sie sich immer wieder nach allen Seiten um. Zwar waren sie im kniehohen Getreide, aber wenn da jemand geritten käme, wäre der Weg zum nächsten Waldstück viel zu weit. War es wirklich eine gute Idee gewesen, am helllichten Tage zu gehen? Besser wäre es doch gewesen, nachts die Freifläche zu überqueren, denn Claudia wusste, dass die Reiter nachts ruhten. Sie sah Gernold von der Seite aus an und hoffte, dass er wusste, was er hier machte. Schließlich war er der Erfahrenste in der Gruppe.

Nach einer Weile sah Claudia die andere Waldkante mit dem Wäldchen dahinter, in dem sie die nächste Nacht verbringen würden. Gleichzeitig vernahm sie aber ein beunruhigendes Geräusch von der Seite. Sie sah sich dorthin um und bemerkte eine kleine Staubwolke. Verzweifelt sah sie nach vorn und schätzte den Weg dorthin ein. Der Abstand zu Fuß zum Wald war viel weiter, als der Weg der Pferde bis zu ihr. Selbst wenn sie rennen würde, so würde sie den Waldrand nie rechtzeitig erreichen können. Zusammen mit Gernold war sie am hinteren Ende der Gruppe gegangen.

Vorn begannen die Ersten zu rennen und sie sah den Mann an. Sie dachte daran, dass sie die Jacke eines der Reiter trug und noch dessen Blut daran klebte. Wenn sie so gefasst werden würde, so würde sie nicht am Leben bleiben und in das Lager wollte sie auch nicht zurück. Zu all der Gewalt! Verzweifelt sah sie sich nach einer Versteckmöglichkeit um. Schließlich blieb nur das Getreide übrig. Ohne die schwarze Jacke würde sie, bewegungslos im Korn liegend, aus einer Entfernung von ein paar Pferdelängen vielleicht nicht mehr zu sehen sein. Das war ihre einzige Chance zu überleben!

Claudia löste den Strick, zog hastig die Jacke aus und faltete sie zusammen. Schließlich ließ sie sich fallen und legte sich auf die Jacke. Das Donnern der Pferdehufe kam immer näher und schließlich hörte sie die anderen aus ihrer Gruppe schreien. Ganz dicht presste sie sich an den Boden. Die Erschütterungen der Pferde konnte sie deutlich spüren, doch sie machte keine Bewegung. Starr lag sie einfach da. Nicht weit von ihr entfernt ritten die Männer durch das Getreide. ..."


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