Meine historischen Erzählungen

< "Auf Bärenspuren" >

Mein Buch "Auf Bärenspuren" ist am 19.07.2019 im Verlag BoD erschienen (BoD – Books on Demand, Norderstedt, nähere Informationen finden Sie unter www.BoD.de)

Die ISBN lautet: 978-3-7412-9116-6

Altersempfehlung: ab 16 Jahre

316 Seiten, Buchformat: 21 cm x 14,8 cm

Hier dazu der Klappentext:


"Während um das Jahr 550 vor unserer Zeitrechnung die Bronzezeit im Mittelmeerraum schon zu Ende ging, war nördlich der Alpen eigentlich kaum etwas von diesem Material angekommen. Die dunklen, dichten Wälder sorgten dafür, dass sich die Händler mit diesem Material andere Wege und andere lohnende Handelspartner suchten.

Nur ein wichtiger Rohstoff war so gefragt, dass die Händler den beschwerlichen Weg auf sich nahmen: der Bernstein von der Ostsee.

Diese Geschichte handelt vom Zusammentreffen dieser unterschiedlichen Kulturen. Der frühen Etrusker, die südlich der Alpen schon langsam die Bronzezeit beendeten, und die wilden Völker des Nordens, die immer noch in der Steinzeit lebten. Sarosa, eine der Frauen dieser Völker, wird von einem etruskischen Händler geraubt.

Sie erlebt die „Zivilisation“, die für sie vollkommen unverständlich und neu ist. Zamaso, ihr Mann, macht sich auf den langen Weg sie zu retten. Wird er sie finden? Und wird sie wieder zurück in den Wald gehen? Jetzt, wo sie die Annehmlichkeiten der etruskischen Kultur kennen und lieben gelernt hat?"

Hier die Vorschau des Buchcovers:




Mein Buch "Auf Bärenspuren" bei BoD:
https://www.bod.de/buchshop/auf-baerenspuren-uwe-goeritz-9783741291166

Mein Buch "Auf Bärenspuren" bei amazon:
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Diese Online-Shops führen mein Buch ebenfalls:
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Mein Buch "Auf Bärenspuren" ist auch als eBook erhältlich:

Das eBook erscheint mit der ISBN 978-3-7494-0259-5 und wird zum Verkaufspreis von 2,49 EUR angeboten.



Leseprobe:


"... Sie lag in dem Kasten neben den Säcken und konnte nur nach oben sehen. Da der Nubier ihr auch noch die Füße gefesselt hatte, konnte sie sich kaum bewegen. Nur die Köpfe der beiden Nubier konnte sie so erblicken und der Anführer war sicher auch irgendwo. Nach einer Weile versuchte Sarosa sich in dem holpernden Ding aufzusetzen, da die Schläge ihrem Rücken wehtaten. Aber das war mit den ebenfalls gefesselten Händen schwieriger als gedacht. Endlich erwischte sie den Rand des Gefährtes und zog sich daran hoch. „Bleib im Wagen“, rief der Anführer, der unmittelbar hinter ihr ging. Es waren wirklich nur er und die beiden Nubier noch bei ihr. „Wagen“ hatte der Mann gesagt. Sie drehte sich nach vorn, wo die beiden grauen Tiere den Wagen zogen. Dann drehte sie sich wieder zurück und fing dabei einen finsteren Blick des Nubiers ein, der an ihrer Seite lief.

Der Anführer kam nach vorn, war nun dicht neben ihr und sie fragte ihn „Wo sind die anderen Männer hin?“ „Ich habe ihnen ihren Lohn gegeben. Ich brauche sie jetzt nicht mehr“, sagte der Mann und Sarosa erinnerte sich an die Beutel mit den gelben Steinen. Der Mann trug ebenfalls so einen Beutel an seinem Gürtel und sie zeigte darauf. Er sah die Geste und nickte. Dann öffnete er den Beutel, griff hinein, nahm einen der Steine heraus und gab ihn ihr. Sarosa sah ihn sich jetzt genauer an. Er war flach, rund und glänzte in der Sonne. Auf beiden Seiten war etwas darauf abgebildet.

Eine Seite zierte ein Gesicht und auf der anderen befand sich eine Reihe von Symbolen. Unschlüssig drehte sie das kleine, glänzende Stück in den Fingern der gefesselten Hände. Durch die Erschütterungen des Wagens musste sie es gut festhalten, damit es ihr nicht aus der Hand fiel. Dann strich sie mit den Fingerspitzen über das abgebildete Gesicht. „Was ist das?“, fragte sie und gab das offensichtlich sehr wertvolle Schmuckstück zurück. „Das ist eine Münze. Diese ist eine Kuh wert“, sagte der Mann, als er die Münze sorgsam wieder verwahrte. „Eine Kuh? Aber wie?“, fragte Sarosa und schüttelte den Kopf.

„Ich kann sie jederzeit in eine Kuh tauschen“, sagte der Mann. So richtig verstand sie das nicht und fragte deshalb weiter „Wie und wo?“ Nun erkannte der Mann offensichtlich, dass er es ihr genauer erklären musste. „Wenn du ein Schwein haben möchtest. Was machst du dann?“, fragte er und Sarosa überlegte „Ich nehme ein paar Hühner und gehe zu meinem Nachbarn. Dort frage ich, ob er ein Ferkel gegen meine Hühner tauschen möchte.“ „Und wenn der nicht tauschen will?“ „Dann gehe ich zum nächsten. Einer wird schon tauschen. Dann ziehe ich das Ferkel groß und habe ein Schwein“, sagte sie triumphierend.

„Du brauchst also immer einen, der tauschen will und genau das hat, was du willst. Dann muss er auch noch wollen, was du hast“, sagte der Mann und sie nickte. „Manchmal machen wir das über drei Ecken. Der eine hat ein Kälbchen und will Hühner. Ein anderer hat zwei Ferkel und will ein Kälbchen“, sagte Sarosa. „Und wenn du Hühner hast und Ferkel möchtest, so tauscht ihr untereinander?“, fragte er und sie nickte lächelnd. „Das mag in eurer Siedlung gegangen sein. Bei uns würde das sicher nicht gehen“, sagte er und sah auf den Beutel.

„Erkläre es mir bitte genauer“, bat sie ihn und er begann „Wir haben verschieden große Münzen und wir können alles gegen sie tauschen. Für die Steine“, dabei zeigte er auf die neben Sarosa liegenden Säcke, „Erhalte ich viele Münzen und wenn ich eine Kuh brauche, so tausche ich ein paar davon ein.“ „Aha. Und wenn der, der von dir die Münzen erhalten hat, ein Schwein braucht, dann tauscht er das gegen die Münzen?“, fragte sie und er nickte „Ja. So ist es.“ Nun hatte sie es verstanden, nahm sie an, aber so richtig klar war es ihr trotzdem noch nicht.

Schließlich drehte sich Sarosa mühsam um, weil sie lieber sehen wollte, wo sie hingefahren werden würde. Dabei sah sie einen der Nubier an. Der Anführer trat an ihre Seite und der schwarze Mann ging nach vorn, zu einem der Tiere. „Und ihnen gibst du später ihren Lohn?“, fragte sie und zeigte auf die beiden anderen Männer. „Nein. Die gehören mir. Es sind meine Sklaven“, sagte der Mann und Sarosa sah ihn erschrocken an „Wie kann dir ein Mensch gehören?“, fragte sie und vergaß dabei, dass sie ja selbst den Männern gehörte. „Es sind Sklaven. Das ist einfach so“, sagte er. Anscheinend hatte er sich selbst noch keine Gedanken darüber gemacht. ..."



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